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Bagwaji unser lustiger Sonnenschein wedelt nicht mehr!!!

Auch zwei Wochen, nachdem wir sie haben gehen lassen müssen,
wollen wir es noch nicht glauben.

Wahrscheinlich ist dies eine der entsetzlichsten Arten
einen Hund zu verlieren.
Mit dem Toller-eigenen "Will to please" hat sie wohl die Schmerzen überspielt (uns ihr Leiden nicht sehen lassen) und drei Wochen lang tapfer gefressen und die Welpen gesäugt.
Danach frass sie nur noch widerwillig, hatte kaum noch Milch und wollte beim Säugen (noch ein Mal pro Tag) immer eines von uns dabei haben, weil sie wahrscheinlich Angst hatte, die Welpen zu streng zu strafen, wenn sie ihr wehtaten.
Am 12. August wurde sie erlöst, die Welpen waren 5 1/2 Wochen alt.

Wie ist es dazu gekommen:
Als sie nicht mehr richtig fressen wollte (sie hatte leichten Durchfall und einen etwas "gespannten" Bauch, jedoch kein Fieber), gingen wir mit ihr zum Tierarzt. Dieser konnte lediglich eine etwas vergrösserte Leber feststellen und gab ihr ein Medikament,
um die Verdauung zu unterstützen.
Eine Woche später ging ich mit ihr turnusgemäss (alle drei Monate) zum Akupunkturarzt; der Bauch war noch härter. Er stellte fest, dass sie Bauchschmerzen habe und dadurch der Herz-/Gemüt-Punkt "angebe"; unser "normaler" TA könne ihr dann ein Antibiotikum verschreiben,
sollte sie Fieber kriegen.
Sie kriegte kein Fieber, der Bauch wurde härter.
Eine weitere Woche später veranlasste unser "normaler" TA eine Ultraschall-Untersuchung. Diagnose: Eierstockkarzinom
(15cm Durchmesser).
Am nächsten Morgen (Donnerstag) wurde sie operiert. Als der TA sie geöffnet hatte rief er uns an und sagte. "Der Tumor betrifft die Milz und ist mit dem Darm verwachsen, ausserdem weist das Geflecht, welches die Därme umgibt, sehr viele Knötchen auf; er habe keine Chance dies alles erfolgreich heraus zu präparieren". So mussten wir sie gehen lassen.
Wir fragten den operierenden TA, ob ein derartiges Karzinom eine Frage von Wochen oder Monaten sei. Er antwortete: "Wochen".

Wir halten hier fest: Wir machen keinem der Tierärzte einen Vorwurf.
Es tut einfach unsäglich weh!

Die Welpen sind über den Berg, etwas leicht jedoch sehr vital. Hätte sich Bagwaji nicht die ersten drei Wochen durchgekämpft, müssten wir hier möglicherweise weitere schlimme Nachrichten mitteilen.

Lotty und Fredy Glaser, 20. August 2010